LOW-CARB VS. HIGH CARB - WAS IST WIRKLICH GESUND?!

 

Was bewirkt eine Low-Carb Ernährung?

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Unter der Low-Carb Ernährung verbergen sich viele moderne Diätbezeichnungen. Dazu gehören folgende Diättrends: Ketogene Diät, New-York-Diät, Atkins-Diät, Dukan-Diät, Clean Eating und als verschärfte Variante die No-Carb Diät.

Bei der Low-Carb (oder in strenger Ausführung der No-Carb Ernährung) werden weitestgehend Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln und Kartoffeln gemieden und dafür auf eiweißreiche Nahrungsmittel zurückgegriffen. Meist werden dabei Fleisch, Fisch und Eier gegessen und das führt gleichzeitig auch eine erhöhte Fettaufnahme mit sich. Kohlenhydratarmes Gemüse darf beim Low-Carb Prinzip auch verzehrt werden.

Im Körper führt das Weglassen oder Reduzieren von Kohlenhydraten dazu, dass er automatisch in den künstlichen Hungerstoffwechsel schaltet, was als Ketose bezeichnet wird. D.h. der Körper muss die fehlenden Kohlenhydrate durch eine Stoffwechselumstellung kompensieren. Zunächst wird aus den Aminosäuren in den Eiweißen in die dringend benötigte Glykose umgewandelt. Später werden das zugeführte Nahrungsfett und das im Körper vorhandene Fett so umgewandelt, dass der Körper die fehlende Glykose ersetzen kann. Dies geschieht alles in der Leber.

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Sehr hilfreich bei der Gewichtsreduktion sind die ausgeschütteten Hormone. Bei einer Low-Carb Ernährung wird die Ausschüttung von Insulin weitestgehend vermieden und dafür vornehmlich Glucagon ausgeschüttet. Das wirkt sich dann positiv auf den Fettabbau aus.

Kann man mit Low-Carb jetzt gesund abnehmen?

Studien haben gezeigt, dass man in den ersten sechs Monaten schnell und relativ viel Gewicht abnehmen kann. Allerdings hält dieser Effekt danach nicht lange an.

Die meisten Probanden nehmen nach den sechs Monaten wieder an Gewicht zu. Wahrscheinlich ist der Hauptgrund dafür, dass keiner sich danach so streng an die Low-Carb Vorgaben mehr halten möchte. Allerdings sind diese Studienergebnisse typisch für alle Diätformen und Ernährungsumstellungen. Der Verzicht ist für die meisten von uns einfach auf Dauer nicht alltagstauglich.

Weitere Nebenwirkungen einer Low-Carb Ernährung sind Müdigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall oder Verstopfung, Mundgeruch, Hautausschläge und Muskelkrämpfe. Vor allem wird aber vor einem erhöhten Risiko an Leber- und Nierenproblemen gewarnt. Gichtanfälle können so auch begünstigt werden.

Was ist das Besondere an einer High-Carb Ernährung?

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Die High-Carb Diät ist eine Erfindung des amerikanischen Arztes Dr. McDougall.

Er spricht sich gegen den allgemeinen Trend einer eiweißreichen Ernährung aus. Es werden hauptsächlich Kohlenhydrate (ca. 80%) aus pflanzlichen Lebensmitteln gegessen und somit ist diese Ernährungsform gerade für Veganer oder Vegetarier interessant. Dabei wird alles möglichst fettarm zubereitet und auf Eiweiß in Form von Fleisch verzichtet. Dafür werden meist Getreideprodukte, Früchte und Gemüse gegessen.

Die Vorteile bei dieser Ernährungsform wären, dass man große Portionen essen darf, keine Kalorien gezählt werden müssen, die Leistungsfähigkeit verbessert wird und man eine große Auswahl an Lebensmitteln hat.

Die Nachteile wären, dass durch die großen Kohlenhydratmengen der Insulinspiegel häufiger schwanken und es bei falscher Ausführung zur Gewichtszunahme führen kann. Außerdem kann bei einer übertrieben geringen Aufnahme von gesunden Fetten, die Hormonbildung beeinträchtigt werden. Dann wäre diese für Diabetiker und Sportler auch eine ungeeignete Ernährungsform. Es gibt unterschiedlich strenge Auslegungen der Diät, also kann es erstmal bei der Umsetzung zu Schwierigkeiten kommen. Nährstoffe sollten mit Bedacht gewählt werden, da bei der strengeren Variante Mangelerscheinungen möglich sind. Dennoch ist diese Ernährungsform nach einer ersten Gewöhnungsphase leichter in den Alltag einzubauen und auch langfristig ohne großen Verzicht umzusetzen.

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Fazit der Gegenüberstellung:

Beide Ernährungsformen favorisieren eine Nährstoffgruppe besonders und schließen dafür eine andere fast komplett aus. Da es bei beiden Stilen zu Nährstoffmangel und anderen Begleiterscheinungen führen kann, wenn man diese zu streng auslegt, sollte ein Extrem grundsätzlich vermieden werden.

Mit beiden Diäten lässt sich Gewicht verlieren und wenn man es schafft sich auch dauerhaft an die Vorgaben zu halten, sollte es kein Problem sein somit auch sein Gewicht zu halten.

Trotzdem empfiehlt es sich vorab genau zu recherchieren, ob die jeweilige Ernährung auch zu den persönlichen Gewohnheiten und gesundheitlichen Voraussetzungen passt oder man schon am Anfang Probleme hat sich an die Vorgaben zu halten. Alles in allem kann man mit beiden Ernährungsformen gesund leben, aber am besten ist es darauf achten seine individuelle Nuance dabei zu finden.

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